Die Vertreibung von Millionen Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg ist die größte Völkerumsiedelung in der neueren Geschichte. Die Eingliederung dieser Vertriebenen, Aus- und Umsiedler in das geteilte Rest-Deutschland innerhalb von etwa zwanzig Jahren ist das eigentliche Wunder der Nachkriegszeit. Nach einer kurzen Darstellung der Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten und der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei zeigt der Film die vielen Bemühungen zur Integration der Vertriebenen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik der Bundesrepublik Deutschland; ihre Forderung nach Rückkehr in die Heimat wurde dadurch immer weniger glaubwürdig.
Mehr als sechzig Jahre nach diesen Ereignissen und nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten ist heute eine emotionslosere Betrachtung der Vertreibung möglich. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Vertreibung zugleich als Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Europa wie auch als Leidensgeschichte eines großen Teils der Deutschen kennenlernen; sie sollen die Erfolgsgeschichte der Eingliederung als einen wichtigen Beitrag zur europäischen Friedenspolitik begreifen. Ziel des Films ist es auch, den Schülerinnen und Schülern durch ein klareres Verständnis der Vergangenheit den weiteren gemeinsamen Weg in die Zukunft zu erleichtern. Darüber hinaus kann er zur Auseinandersetzung mit anderen „ethnischen Säuberungen“ in Europa und in der Welt anregen.
Alle Schulen ab 8. Schuljahr, Jugend- und Erwachsenenbildung
Geschichte, Politik, Gesellschaftslehre
Zweiter Weltkrieg, Flucht, Vertreibung, Nachkriegsdeutschland
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