Die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland war das beherrschende politische Thema der 50er Jahre. Durch eine Auswahl zeitgenössischer politischer Reden vermittelt der Film einen Eindruck von den Argumentationsmustern dieser Kontroverse. Mit dem geplanten Militärbeitrag wollte Adenauer die Bundesrepublik Deutschland als souveränen Staat fest in der westlichen Welt verankern. Damit allerdings rückte - und das war das Hauptargument der Gegenseite - die Wiedervereinigung Deutschlands in weite Ferne. Als die ersten Soldaten schließlich in die Kasernen eingezogen waren, entzündete sich die Debatte um den deutschen Wehrbeitrag erneut - diesmal an Plänen, die Bundeswehr an der atomaren Bewaffnung der NATO teilhaben zu lassen.
Unkommentierte Redeausschnitte aus Bundestagsdebatten, Protestversammlungen und Interviews geben den Schülerinnen und Schülern ein Bild von der politischen Rhetorik der Adenauer-Zeit. Anhand der beigefügten Redetexte (siehe S. 5 - 7 des Unterrichtsblatts und Inhalt der DVD) können die Argumente der Kontrahenten herausgearbeitet und im Rückblick auf ihre historische Gültigkeit untersucht werden. Zudem wird auf exemplarische Weise die Unruhe in der noch immer als „muffig" verschrieenen politischen Kultur der 50er Jahre erkennbar: Der Protest gegen die Wiederbewaffnung sollte zur Keimzelle werden für große soziale Strömungen wie die Ostermarsch- und Friedensbewegung .
Alle Schulen ab 9. Schuljahr, Jugend- und Erwachsenenbildung
Geschichte, Politische Bildung, Deutsch
Deutschland, Nachkriegszeit, Atomdebatte, Wiederbewaffnung, Bundeswehr
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