Afrika bleibt ein Problem-Kontinent: Auch rund 50 Jahre, nachdem die meisten afrikanischen Länder von den ehemaligen Kolonialmächten ihre Unabhängigkeit errungen haben, gibt es keine Befreiung von Armut, Hunger und Krieg. Was hat die Entkolonialisierung den Afrikanern gebracht? Der Unterrichtsfilm konzentriert sich auf das "afrikanische Jahr" 1960, in dem allein 17 Staaten selbständig wurden. Neben Ghana (1957) geht der Film exemplarisch auf Kamerun, Kongo und Senegal ein. Danach werden folgende Problemfelder angesprochen: innere Konflikte, Militärdiktatur, einseitige Wirtschaftsstruktur, unterschiedliche Entwicklungsmodelle, neue Abhängigkeit von Europa.
Die Bilanz von mehr als 50 Jahren Entwicklungspolitik für Afrika ist nicht erfolgreich: Als Grund wird häufig das "Erbe des Kolonialismus" angeführt. Von Interesse ist daher das Verhalten der Kolonialmächte und die Art, wie sie ihre Kolonien auf die Unabhängigkeit vorbereitet haben. Zu untersuchen sind auch die Erwartungen, die die Afrikaner mit der Unabhängigkeit von Europa verbanden, und die Ursachen, warum sie sich nicht erfüllt haben. Der historische Rückblick auf die Phase der Entkolonialisierung soll dabei helfen, die aktuellen Probleme Afrikas besser zu verstehen. Die anschaulichen Filmberichte vom afrikanischen Alltagsleben geben weitere Hinweise und Anregungen zum Vergleich mit der aktuellen Situation.
Alle Schulen ab 8. Schuljahr, Jugend- und Erwachsenenbildung
Geschichte, Geographie, Politik, Gesellschaftslehre
Afrika, Unabhängigkeit, Entkolonialisierung
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