Ein Zuckerrübenanbauer in Deutschland erntet die Rüben vollmechanisch mit einem Rübenroder und bringt sie mit einem LKW in die Zuckerfabrik. Dort werden sie zu Weißzucker verarbeitet und in Tüten abgefüllt. Der Zuckerrübenanbauer und ein Vertreter der Zuckerindustrie verteidigen den hohen Verbraucherpreis in der EU und wenden sich gegen billige Zuckerimporte. In Brasilien wird ein Landarbeiter vorgestellt, der auf einer Plantage Zuckerrohr mit der Machete schneidet. Das Zuckerrohr wird in einer Fabrik verarbeitet, die nicht EU-Standards entspricht. Der Landarbeiter beklagt seine aussichtslose wirtschaftliche Situation, während ein Vertreter der brasilianischen Zuckerindustrie den ungehinderten Zugang zum EU-Markt fordert.
Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass die Globalisierung von Produktion und Handel nicht nur Vorteile mit sich bringt, sondern auch die Entwicklungsunterschiede zwischen den Regionen der Erde verschärfen kann. Sie sollen am Beispiel des Zuckers vertiefte Kenntnisse über die Wechselbeziehungen zwischen Wirtschaft und Raum auf verschiedenen sozioökonomischen Entwicklungsstufen erwerben sowie Ursachen und Auswirkungen der Globalisierung erfassen. Sie ordnen die in Deutschland und der EU stattfindenden wirtschaftlichen Vorgänge in den Globalisierungsprozess ein. Sie analysieren kritisch die Preispolitik für das Welthandelsgut Zucker und leiten Folgen des Globalisierungsprozesses für das eigene Leben ab.
Sek I, alle Schulen ab 9. Schuljahr, Sek II, gymnasiale Oberstufe, Gesamtschule, berufsbildende Schulen
Erdkunde, Weltkunde, Wirtschaft, Politik, Geschichte, Gemeinschaftskunde
EU, Zucker, Globalisierung
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