In Novy Urengoi nahe am Polarkreis herrscht reger Betrieb. Eine Fördermannschaft bringt eine Bohrung in einem der weltweit größten Erdgasfelder nieder; die Entstehung von Erdgas veranschaulicht eine Animation. Das geförderte Gas wird in einer Aufbereitungsanlage gereinigt und gelangt durch Pipelines nach Europa. Kälte, Schnee und Dauerfrostboden erweisen sich als große Herausforderung für die Erdgasindustrie, die mit ihren Eingriffen das empfindliche Ökosystem Tundra stört. Am Beispiel von Jamburg und einem weiteren Erschließungsgebiet werden die Aktivitäten des Erdgaskonzerns Gazprom vorgestellt. Die in der Erdgasregion lebenden Ureinwohner sind Rentiernomaden. Den neuen Bedingungen können sie sich nur teilweise anpassen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen bei der Förderung von Erdgas in Sibirien gewinnen. Sie erfahren, dass Tundra und Taiga durch wirtschaftliche Aktivitäten großen Belastungen ausgesetzt sind, aber auch, dass versucht wird, Gefahren für die Umwelt zu verringern. Sie lernen die klimatischen Ungunstfaktoren kennen und erleben die Anstrengungen der Erdgasarbeiter, den Widrigkeiten zu trotzen. Den Lerngruppen soll deutlich werden, wie das Erdgas gefördert, bearbeitet und nach Europa weitergeleitet wird und welche Entfernungen dabei zu überwinden sind. Zusätzlich soll das Problembewusstsein für die in der Erdgasregion lebende Urbevölkerung geschärft werden.
Alle Schulen ab 7. Schuljahr, Jugend- und Erwachsenenbildung
Erdkunde, Weltkunde, Wirtschaft, Politische Bildung
Sibirien, Erdgas, Lagerstätte, Pipeline, Umweltzerstörung, indigene Völker , Arbeitsbedingungen
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