Die Frau nimmt in der indischen Gesellschaft traditionsgemäß eine untergeordnete Rolle ein und wird in vielen Dörfern noch heute als der persönliche Besitz ihres Mannes betrachtet. Hausarbeit und Kindererziehung sind ihre wichtigsten Aufgaben. Bislang ist es nur einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Frauen - vornehmlich aus der gesellschaftlichen Oberschicht - gelungen, sich zu emanzipieren und eine anerkannte Stellung im Beruf einzunehmen. Doch mittlerweile schließen sich immer mehr Frauen in Frauengruppen zusammen, mit dem Ziel, sich von ihrer traditionellen Rolle zu befreien.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten durch mehrere Fallbeispiele Informationen über die soziale Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft; dabei steht die Rolle der Frau innerhalb der Familie im Vordergrund. Sie erfahren, dass selbst bei den beruflich emanzipierten Frauen im Privatleben nach wie vor die alt überlieferten Vorstellungen dominieren. Darüber hinaus bekommen sie einen Einblick in die für die indische Gesellschaft typischen frauenspezifischen Probleme wie Mitgiftmorde und Zwangsabtreibungen.
Alle Schulen ab 7. Schuljahr, berufsbildende Schulen, Jugend- und Erwachsenenbildung
Erdkunde, Welt- und Umweltkunde, Wirtschaft, Politik, Gemeinschaftskunde
Indien, Frauenrolle, Abtreibung, Armut
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